Warum in Zehlendorf das ganze Haus auf dem Tisch liegt
In Zehlendorf geht es selten um eine einzelne Wohnung. Zur Sanierung steht ein Haus an: freistehend, als Doppelhaushälfte oder als Reihenhaus in einer der Siedlungen. Die Eigentümer wohnen darin, häufig seit Jahrzehnten, und wollen darin wohnen bleiben.
Das bestimmt den Bauzeitenplan stärker als jedes technische Detail. Wir teilen das Haus in Abschnitte und arbeiten geschossweise. Erst das Obergeschoss mit Schlafräumen und Bad, dann das Erdgeschoss mit Küche und Wohnbereich, zuletzt Keller oder Dach.
In jeder Etappe bleiben eine Nasszelle und eine Kochgelegenheit nutzbar. Der Staubschutz wandert mit der Kolonne von Geschoss zu Geschoss. Sie ziehen innerhalb des eigenen Hauses um, nicht aus ihm heraus.
Drei Häuser, wie sie hier tatsächlich stehen
Das erste ist ein Reihenhaus in der Waldsiedlung Onkel Tom, Baujahr um 1928, rund 75 Quadratmeter auf zwei Geschossen. Der Grundriss ist schmal, die Treppe steil, das Bad stammt aus den siebziger Jahren. Unter dem Teppich liegen Kieferndielen. Außen ist alles gebunden, innen steht die Planung offen.
Das zweite ist ein freistehendes Haus in Schlachtensee, Baujahr 1958, etwa 150 Quadratmeter. Massive Wände, Klinkersockel, ein Bad von knapp vier Quadratmetern im Obergeschoss. Die Fenster wurden in den neunziger Jahren getauscht, die Elektroinstallation nicht.
Das dritte ist eine Doppelhaushälfte in Zehlendorf-Mitte, unweit vom Teltower Damm, Baujahr 1936. Rund 120 Quadratmeter, abgetrennte Küche, enge Diele, Dielenboden unter Linoleum. Hier ist der Wunsch fast immer derselbe: Küche und Wohnbereich sollen zusammenrücken.
Wie dieser Bestand entstanden ist
Zehlendorf war lange ein Dorf an der Straße nach Potsdam. Mit der Stammbahn und später der Wannseebahn kamen die Villenkolonien. Dahlem, Nikolassee, Schlachtensee und Zehlendorf-West entstanden mit großen Grundstücken, lockerer Bebauung und altem Baumbestand. Viele dieser Häuser sind bis heute Einzelobjekte mit eigenem Charakter.
In den zwanziger Jahren kam der genossenschaftliche Siedlungsbau dazu. Ab 1926 entstand die Waldsiedlung Onkel Tom nach Entwürfen von Bruno Taut, an Riemeisterstraße, Argentinischer Allee und Wilskistraße. Farbe war dort ein Gestaltungsmittel, kein Zufall. Am Fischtal wurde gleichzeitig die Gegenposition mit Satteldächern gebaut. Nach 1945 blieb der Bestand weitgehend stehen, und die Baulücken füllten sich in den fünfziger und sechziger Jahren mit Einfamilienhäusern.
Was die Bautechnik vor Ort vorgibt
Wo Trockenestrich die leichtere Lösung ist
In den Siedlungshäusern der zwanziger und dreißiger Jahre liegen Holzbalkendecken mit Einschub. Sie tragen Verkehrslasten begrenzt, und ein schwimmender Zementestrich im Obergeschoss will gerechnet sein. Häufiger wird es deshalb ein Trockenestrich mit 40 bis 70 Euro je Quadratmeter Bodenfläche. In den Nachkriegshäusern liegen Massivdecken, dort ist die Frage schnell beantwortet.
Verzinkter Stahl in gemauerten Schlitzen
Ein Einfamilienhaus hat keinen gemeinsamen Strang mit Nachbarn, sondern eine eigene Führung vom Keller nach oben. Das macht vieles einfacher. Wasser und Abwasser laufen oft noch in verzinktem Stahl und in gemauerten Schlitzen. Wir legen sie neu und bündeln sie so, dass Bad und Küche übereinanderliegen.
Wenn der Zählerplatz nicht mehr genügt
In Häusern bis in die sechziger Jahre finden wir zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter und Zählerplätze, die den heutigen Regeln nicht mehr entsprechen. Wird die gesamte Anlage samt Zählerschrank ersetzt, bewegt sich der Wert zwischen 115 und 195 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Wie sich das im Bestand aufteilt, steht ausführlich unter Elektro im Altbau erneuern.
Was Schüttung und Dämmung an Höhe lassen
Über einer Holzbalkendecke ist die Aufbauhöhe knapp, weil Schüttung, Dämmung und Estrich zusammen Platz brauchen. Eine bodengleiche Dusche gelingt dann über eine Ablaufrinne in der Wand oder über einen flachen Ablauf. Das misst unser Bauleiter beim Termin nach, bevor die Planung steht.
Meist ein Fenster, selten ein Schacht
Innenliegende Bäder gibt es hier selten, meist sitzt ein Fenster im Bad. Wo doch ein Schacht vorhanden ist, prüfen wir, ob er noch zieht. Bei dichten Fenstern planen wir eine Abluftanlage mit Nachströmung, damit die Feuchte den Weg nach draußen findet.
Kastenfenster aufarbeiten oder ersetzen
In den Villen und Landhäusern stehen oft noch Holzfenster der Bauzeit. Aufarbeiten liegt bei 900 bis 1.800 Euro je Kastenfenster. Neue Holzfenster mit Dreifachverglasung kosten 1.100 bis 2.200 Euro je Fenster, Kunststoff 700 bis 1.400 Euro. Für den Tausch von Fenstern und Außentüren gibt es nach heutigem Stand 15 Prozent Zuschuss über die BEG-Einzelmaßnahme, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent.
Geschoss für Geschoss im bewohnten Haus
Der häufigste Auftrag ist die geschossweise Komplettsanierung im bewohnten Haus. Darin stecken Bad, Leitungen, Elektro, Böden und sämtliche Oberflächen. Dazu kommt oft ein Durchbruch zwischen Küche und Wohnraum.
Der zweithäufigste ist die Renovierung vor dem Einzug: Böden, Maler, Türen, Kleinreparaturen. Käufer legen sie zwischen Notartermin und Umzug. Danach folgt der Ausbau des Dachgeschosses, wenn Kinder mehr Platz brauchen oder ein Arbeitszimmer fehlt. Wie ein solcher Ausbau technisch abläuft, steht unter Dachgeschossausbau.
Wenn das Haus leer übergeben werden kann
Ein leeres Haus verkürzt die Bauzeit spürbar, weil alle Gewerke parallel arbeiten können. Trockenbau und Elektro laufen dann gleichzeitig im ganzen Objekt. Wir nutzen das, wo es geht.
Käufer haben diese Lage oft ohne Zutun. Erben ebenfalls. Wir planen beide Varianten vom selben Aufmaß aus und zeigen im Angebot, was der Unterschied an Tagen ausmacht.
Was die Etappen kosten
Diese vier Zeilen decken ab, was in Zehlendorf beauftragt wird. Alle Werte sind brutto und eingebaut, Stand September 2026.
| Umfang | Preis | Bauzeit |
|---|---|---|
| Renovierung: Maler, Boden, Türen | 250–450 €/m² Wohnfläche | 5–10 Arbeitstage für 70 m² |
| Teilsanierung: ein Geschoss mit Bad und Technik | 500–900 €/m² Wohnfläche | 3–5 Wochen für 70 m² |
| Komplettsanierung: alle Gewerke, Grundriss bleibt | 900–1.500 €/m² Wohnfläche | 6–10 Wochen für 70–90 m² |
| Dachausbau unter dichtem Dach | 1.400–2.100 €/m² Fläche unter dem Dach | 10–16 Wochen für 60 m² |
Auf diese Werte wirkt das Baujahr. Häuser der Jahre 1919 bis 1948 bekommen 8 Prozent Zuschlag, Baujahre von 1949 bis 1968 liegen auf dem Grundwert. Ein gehobener Ausbaustandard bedeutet 30 Prozent mehr. Bei mehr als 300 Quadratmetern verzichten wir auf die Pauschale. Zum Nachrechnen steht der Sanierungsrechner bereit.
Denkmalschutz, Statik und wer sonst zustimmt
Die Waldsiedlung Onkel Tom steht als Ensemble unter Denkmalschutz. Gebunden sind Fassadenfarbigkeit, Fenstergliederung, Haustüren und Dach. Innen dagegen ist vieles möglich: Grundriss, Bad, Technik und Oberflächen planen wir frei. Die Abstimmung mit der Denkmalbehörde führen wir vor der Planung, nicht danach.
Bei Doppelhaushälften und Reihenhäusern kommt die Nachbarwand ins Spiel. Durchbrüche und Aussparungen in dieser Wand betreffen den Schallschutz zwischen zwei Haushalten. Was dabei zählt, haben wir unter Schallschutz in der Wohnung zusammengestellt.
Tragende Bauteile berührt niemand ohne Nachweis. Die statische Berechnung stellt ein Statiker aus, Kosten in der Regel 500 bis 1.200 Euro je Vorgang. Wir binden ihn ein und stimmen den Termin mit dem Bauablauf ab.
Was vor dem ersten Abbruchtag steht
Vor dem ersten Abbruchtag steht die Baustelleneinrichtung. Staubschutzwände, Folie auf Treppe und Handlauf, Abdeckung der Böden auf den Wegen. Bei Häusern mit Garten stellen wir den Container auf die Zufahrt oder auf eine Fläche, die Sie freigeben.
Unsere Kolonnen fahren von der Haynauer Straße 58 in Berlin-Lankwitz nach Zehlendorf. Das sind je nach Tageszeit zwanzig bis dreißig Minuten über Hindenburgdamm und Potsdamer Chaussee. Die Fahrzeit steckt im Festpreis, und die Kolonne kommt am Stück, nicht in Teilen über den Tag verteilt.
Unsere Arbeitszeiten liegen werktags im üblichen Rahmen. Laute Abschnitte wie Stemmarbeiten und Schlitze kündigen wir Ihnen und den direkten Nachbarn vorher an. In der WRS Gruppe kommen über 150 Jahre Meisterhandwerk zusammen, und ein eingespielter Ablauf auf der Baustelle gehört dazu.
Vom Aufmaß bis zur Abnahme
Der erste Termin bei Ihnen zu Hause kostet nichts. Wir gehen Raum für Raum durch, messen auf und notieren Zustand und Wünsche. Danach schreiben wir das Angebot mit Festpreis, aufgeschlüsselt nach Gewerken.
Nach Ihrer Zusage folgen 3 bis 8 Wochen Vorlauf. Darin stecken Planung, Materialbestellung und Abstimmungen mit Behörden oder Statiker. Auf der Baustelle rechnen wir mit 5 bis 10 Arbeitstagen für eine Renovierung von 70 Quadratmetern und mit 6 bis 10 Wochen für eine Komplettsanierung von 70 bis 90 Quadratmetern. Den Abschluss bildet die Abnahme mit Protokoll, die Unterlagen für Elektro und Sanitär bekommen Sie dazu.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Wir arbeiten in Bauabschnitten mit festem Plan, nicht im Stundeneinsatz. Für einen tropfenden Hahn, eine defekte Steckdose oder einen verstopften Abfluss ist ein Notdienst oder ein Kundendienstbetrieb der richtige Ansprechpartner.
Reine Küchen- und Möbelplanung ohne Bauleistung gehört zum Küchenstudio. Eine Dachneueindeckung samt Gerüst als eigenständiger Auftrag ohne Innenausbau ist Sache eines Dachdeckerbetriebs. Dasselbe gilt für Schadstoffsanierung mit Freimessung, etwa bei Asbest oder künstlichen Mineralfasern.
Statische Berechnungen und Bauanträge stellt ein Statiker oder Architekt aus. Wir binden ihn ein, koordinieren die Termine und arbeiten mit seinem Nachweis weiter.
Wo wir in Zehlendorf und ringsum bauen
Gebaut wird in ganz Zehlendorf. Wir arbeiten in Zehlendorf-Mitte rund um Teltower Damm und Kirchstraße, in der Waldsiedlung Onkel Tom an Riemeisterstraße und Argentinischer Allee sowie am Fischtal. Dazu kommen Schlachtensee, Nikolassee, Wannsee und Dahlem zwischen Clayallee und Königin-Luise-Straße.
Östlich schließt Steglitz mit dem Zeilenbau an der Schloßstraße an, nordöstlich Wilmersdorf mit dem Zwischenkriegsbau am Rüdesheimer Platz. Jenseits der Landesgrenze liegen Kleinmachnow mit seinen Landhäusern und Teltow mit den jüngeren Baugebieten der Feldmark. Westlich davon folgt Potsdam mit Babelsberg und der Innenstadt.
Wo Sie tiefer einsteigen können
Was eine Komplettsanierung im Einzelnen umfasst, steht auf der Leistungsseite mit Gewerkeanteilen. Wer den Boden im Blick hat, findet unter Dielenboden sanieren die Entscheidungswege zwischen Aufarbeiten und Neuaufbau.
Zum Unterbau gehört Bodenaufbau und Estrich mit den Varianten über Holzbalkendecken. Die Frage nach Fenstern und Haustüren behandelt Fenster und Türen. Und wie lange welcher Umfang dauert, rechnet Sanierungsdauer für die gängigen Wohnungsgrößen durch.
Termin für Ihr Haus in Zehlendorf
Wenn im Reihenhaus an der Wilskistraße das Bad fällig ist oder das Haus am Schlachtensee eine neue Elektroinstallation braucht, sehen wir es uns an. Sie erreichen uns unter 030 8268 9996, Mo–Fr 7–18 Uhr.
Wer lieber schreibt, nutzt das Formular unten auf der Seite und bekommt einen Terminvorschlag zurück. Bringen Sie zum Termin mit, was an Grundrissen und Unterlagen im Haus liegt.
