Wenn die Wohnung gut ist und nur frisch werden soll
Bad, Elektro und Fenster tun ihre Arbeit, der Grundriss passt, und trotzdem wirkt die Wohnung müde. Es sind die Wandflächen mit zwanzig Jahren Gebrauch, der abgelaufene Teppich und die Türen mit abgestoßenen Kanten. Dann genügt eine Renovierung: Wir arbeiten an den Oberflächen und lassen alles andere, wie es ist.
Das hat einen praktischen Vorteil: Leitungen bleiben unberührt, also bleibt die Wohnung nutzbar. Aus demselben Grund fällt die Bauzeit kurz aus, und die Kosten bleiben überschaubar. Maler, Boden, Türen und Kleinreparaturen laufen über einen Auftrag, einen Zeitplan und einen Ansprechpartner.
Drei Gruppen fragen diese Leistung am häufigsten an. Vermieter renovieren zwischen zwei Mietverhältnissen. Selbstnutzer frischen nach einigen Jahren auf, oft vor einem Umzug innerhalb der Wohnung. Verkäufer richten eine Wohnung für die Besichtigung her.
Wände, Böden und Türen im Einzelnen
Maler, Putz und Spachtel
Wir prüfen den Untergrund an einer Probestelle. Feste Raufaser bekommt einen neuen Anstrich. Wo mehrere Lagen übereinanderliegen oder Kanten sich lösen, kommt der Belag herunter, und die Fläche wird neu aufgebaut. Risse werden geöffnet, armiert und gespachtelt. Diese Arbeiten machen unsere eigenen Leute; die Preise im Einzelnen stehen unter Malerarbeiten.
Böden
Alte Beläge gehen heraus, der Untergrund wird geprüft und ausgeglichen. Danach kommt Laminat, Vinyl oder Parkett, mit Sockelleiste und sauberen Anschlüssen an Türzargen. Vorhandene Dielen oder Parkett lassen sich oft schleifen und neu versiegeln, was Material spart und dem Raum seinen Charakter lässt. Die Auswahl steht unter Bodenbeläge und Parkett verlegen.
Türen, Beschläge und Kleinreparaturen
Innentüren mit Zarge kosten 450 bis 1.100 Euro je Stück. Häufig genügen aber neue Beschläge, ein Nachrichten der Bänder und ein Lackaufbau. Dazu kommen die kleinen Dinge, die eine Wohnung alt aussehen lassen: lose Sockelleisten, verfärbte Silikonfugen, klemmende Fenstergriffe, fehlende Abdeckungen.
Für Vermieter: die Wohnung zwischen zwei Mietern
Zwischen Auszug und Neuvermietung zählt jeder Tag. Wir nehmen die Wohnung deshalb am Übergabetag auf und legen alle Gewerke in einen Durchgang. Maler, Boden und Türen greifen ineinander, statt sich gegenseitig zu blockieren.
Der Vermietungsstandard liegt 15 Prozent unter dem Grundwert. Gearbeitet wird mit robusten Oberflächen, hellen Tönen und Belägen, die sich einzeln austauschen lassen. Für 70 Quadratmeter bedeutet das rund 14.900 bis 26.800 Euro.
Steuerlich ist die Unterscheidung wichtig. Erhaltungsaufwand ist sofort absetzbar oder über zwei bis fünf Jahre verteilbar. Eine Modernisierung nach Paragraf 559 BGB lässt sich mit 8 Prozent der Kosten jährlich umlegen, gekappt bei 3 Euro je Quadratmeter in sechs Jahren. Liegt die Miete unter 7 Euro je Quadratmeter, sind es 2 Euro. Die Einzelheiten stehen unter Modernisierung für Mieter und Vermieter.
Berliner Wohnungen und ihre Besonderheiten
Im Gründerzeitbau sind die Wände hoch, und Stuck begrenzt, wie weit die Rolle nach oben geht. Gearbeitet wird vom Gerüstbock, und die Flächen je Quadratmeter Wohnfläche fallen größer aus als der Faktor 2,7 bei 2,50 Meter Raumhöhe. Dielen sind hier der häufigste Bodenfall; die Wege stehen unter Dielenboden sanieren.
Im Zeilenbau der Nachkriegsjahre und in den Platten ab 1969 sind die Flächen kleiner und die Untergründe gleichmäßiger. Hier geht die Renovierung schnell, weil Wände eben sind und Beläge sich leicht lösen. In Wohnungen ab 1991 steht meist nur der Belagwechsel und ein frischer Anstrich an.
Was eine Renovierung in Berlin kostet
Alle Werte sind Erfahrungswerte vom September 2026, brutto und eingebaut. Als Gesamtwert für eine Renovierung gelten 250 bis 450 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Wer einzelne Leistungen vergleichen will, findet sie hier.
| Leistung | Preis | Bezugsgröße |
|---|---|---|
| Wände und Decken streichen | 18–32 €/m² | Wohnfläche |
| Tapete runter, neu tapezieren und streichen | 28–48 €/m² | Wohnfläche |
| Spachteln bis Q3, dann streichen | 42–70 €/m² | Wohnfläche |
| Untergrund richten, spachteln, tapezieren, streichen | 55–95 €/m² | Wohnfläche |
| Laminat verlegen | 15–30 €/m² | Bodenfläche |
| Vinyl verlegen | 25–45 €/m² | Bodenfläche |
| Parkett verlegen | 35–70 €/m² | Bodenfläche |
| Parkett oder Dielen schleifen und versiegeln | 25–45 €/m² | Bodenfläche |
| Innentür mit Zarge | 450–1.100 € | je Tür |
Die Malerpreise beziehen sich auf die Wohnfläche und nicht auf die gestrichene Fläche. Bei 2,50 Meter Raumhöhe stecken hinter jedem Quadratmeter Wohnfläche rund 2,7 Quadratmeter Wand und Decke. Wer Angebote vergleicht, prüft deshalb zuerst die Bezugsgröße. Eine Zahl für Ihre Wohnung liefert der Malerkosten-Rechner.
Zwei Beispiele. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern im Vermietungsstandard landet bei rund 14.900 bis 26.800 Euro. Nur Wände und Decken streichen, ohne Boden und Türen, kostet bei 80 Quadratmetern 1.440 bis 2.560 Euro.
Ablauf in Arbeitstagen
Der Vor-Ort-Termin ist kostenlos. Wir gehen Raum für Raum durch, machen eine Probestelle am Untergrund und notieren Bodenflächen und Türen. Wenige Tage später liegt das Angebot mit Festpreis vor.
Auf der Baustelle beginnt der erste Tag mit Abdeckung, Staubschutz und Schutz für Treppenhaus und Aufzug. Dann laufen Rückbau der Beläge, Untergrundarbeiten, Spachteln und Grundierung. Es folgen die Anstriche, danach der neue Boden mit Sockelleisten. Zum Schluss kommen Türen, Beschläge und die Feinreinigung.
Für 70 Quadratmeter dauert das 5 bis 10 Arbeitstage. Bei bewohnten Wohnungen teilen wir in Abschnitte, dann verteilt sich dieselbe Arbeit über einen längeren Zeitraum. Am letzten Tag gehen wir gemeinsam durch und schreiben ein Abnahmeprotokoll.
Was den Preis nachträglich nach oben schiebt
Der Untergrund ist der Hauptpunkt. Eine Wand mit drei Tapetenlagen und einer alten Leimfarbe darunter braucht einen vollständigen Neuaufbau. Deshalb machen wir die Probestelle vor dem Angebot und nicht am ersten Arbeitstag.
Der zweite Punkt ist der Bodenaufbau. Unter Teppich liegt manchmal ein Kleber, der ab muss, und unter dem Kleber eine Spachtelschicht. Die Höhen an Türen und Übergängen entscheiden darüber, ob eine Zarge gekürzt werden muss.
Der dritte Punkt ist die Reihenfolge. Wer den Boden vor den Malerarbeiten legt, deckt ihn zweimal ab und riskiert Kanten. Wir legen die Abfolge im Bauzeitenplan fest; die Begründung dazu steht unter Reihenfolge der Gewerke.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Unsere Kolonne kommt für ein zusammenhängendes Vorhaben und nicht für den einzelnen Handgriff. Ein undichter Hahn, eine tote Steckdose oder ein verstopftes Rohr ist die Domäne der Notdienste. Wer allein eine Küche und Möbel geplant haben möchte, ist im Einrichtungshaus besser aufgehoben.
Reine Außenaufträge sind ein eigenes Geschäft: Fassade, neue Dacheindeckung, Gerüst ohne Arbeiten im Inneren. Asbest und KMF mit Freimessung verlangen behördlich zugelassene Fachfirmen und eigene Messtechnik. Den Standsicherheitsnachweis und den Bauantrag zeichnet ein Statiker oder Architekt; wir holen ihn dazu und stimmen die Termine ab.
Wo renoviert wird
Renovierungen fahren wir quer durch die Stadt, weil die Anfahrt im Festpreis steckt. In Neukölln und Wedding geht es oft um Wohnungen, die zwischen zwei Mietverhältnissen in wenigen Tagen fertig werden müssen. In Lichtenberg und Reinickendorf sind die Untergründe eben, und die Arbeit geht entsprechend zügig. Tempelhof und Spandau bringen viel Zeilenbau aus den fünfziger und sechziger Jahren mit. In Weißensee und Treptow renovieren wir regelmäßig ganze Wohnungen in einem Durchgang.
Wenn es doch mehr werden soll
Soll auch die Technik erneuert werden, führt der Weg zur Komplettsanierung. Wer mehrere Wohnungen im selben Haus herrichtet, findet den passenden Zuschnitt unter Mehrfamilienhaus sanieren. Für Putz- und Spachtelflächen gibt es Stuck und Putz, für den Vergleich von Angeboten die Checkliste.
Termin für den Rundgang
Für ein belastbares Angebot brauchen wir eine Stunde in der Wohnung, einen Blick auf den Untergrund und die Bodenflächen. Der Termin kostet nichts, auch wenn danach kein Auftrag folgt. Ein Anruf genügt, montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr: 030 8268 9996. Bei leerstehenden Wohnungen genügt oft der Schlüssel bei der Verwaltung und eine Nachricht über das Formular unten auf der Seite.
