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Reihenfolge der Gewerke: Bauleiter koordiniert die Handwerker auf einer Berliner Sanierungsbaustelle
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In welcher Reihenfolge die Gewerke kommen

Welches Gewerk wann kommt, entscheidet über den Bauzeitenplan jeder Sanierung in Berlin. Zementestrich braucht bis zur Belegreife 4 bis 6 Wochen.

Warum die Folge feststeht

Jedes Gewerk baut auf dem auf, was das vorige hinterlassen hat. Die Reihenfolge ist deshalb keine Frage des Geschmacks. Sie folgt drei Regeln: von grob nach fein, von innen in der Wand nach außen auf die Oberfläche, von oben nach unten im Raum.

Eine vierte Regel kommt dazu. Alles, was Feuchte in den Bau bringt, kommt vor dem, was trocken bleiben muss. Estrich und Putz bringen Feuchte. Parkett, Türen und Tapete kommen danach.

Die vierzehn Schritte im Überblick

# Gewerk Übergabepunkt an das nächste Gewerk
1 Abbruch, Entkernung, Entsorgung Rohbau frei, Schutt raus, Wände sichtbar
2 Rohbau, Durchbrüche, raumbildende Wände Öffnungen mit Sturz, Grundriss steht
3 Fenster Gebäude dicht, Bauheizung möglich
4 Steigleitungen und Sanitär-Rohinstallation Leitungen verlegt, Druckprobe protokolliert
5 Elektro-Rohinstallation Dosen und Leerrohre gesetzt, Schlitze geschlossen
6 Estrich oder Trockenestrich Fläche eben, Randstreifen gesetzt
7 Trockenbau: Vorsatzschalen, Decken, Schächte Flächen geschlossen und verspachtelt
8 Putz und Spachtel Oberflächenqualität erreicht, Flächen trocken
9 Fliesen Bad und Küche belegt, Fugen ausgehärtet
10 Maler und Tapezierer Wände und Decken fertig beschichtet
11 Bodenbelag Belag verlegt, Sockelleisten montiert
12 Endmontage Sanitär und Elektro Objekte gesetzt, Schalter und Leuchten dran
13 Türen und Zargen Blätter eingehängt, Beschläge justiert
14 Bauendreinigung Wohnung abnahmefertig

Schritt 1 bis 3: Abbruch, Rohbau, Fenster

Die Entkernung schafft Sicht. Erst wenn Beläge, Verkleidungen und alte Leitungen draußen sind, zeigt sich der Zustand von Decken, Wänden und Leitungswegen. Was jetzt auftaucht, lässt sich im Plan noch ohne Umwege einarbeiten.

Der Rohbau setzt anschließend den Grundriss: Durchbrüche mit Sturz, neue massive Wände, raumbildende Ständerwände. Bei tragenden Bauteilen liegt die Freigabe des Statikers vor dem ersten Schnitt vor. Welche Leistungen dazugehören, zeigt Abbruch und Entkernung.

Die Fenster kommen früh, weil sie das Gebäude dicht machen. Ohne dichte Hülle lässt sich im Winter nicht heizen, und ohne Wärme trocknet kein Estrich. Was ein Tausch je Fenster kostet, zeigt Fensterkosten berechnen.

Schritt 4 und 5: die Leitungen in der Wand

Sanitär kommt vor Elektro. Wasser und Abwasser haben feste Gefälle und große Querschnitte, sie bestimmen den Weg. Elektro ist flexibel und weicht aus.

Zur Rohinstallation gehören Steigleitungen, die Anbindung in der Wohnung, Vorwandinstallationen und die Druckprobe mit Protokoll. Erst danach wird geschlossen. Diese Arbeiten machen unsere eigenen Leute.

Die Elektro-Rohinstallation setzt Dosen, Leerrohre, Zuleitungen und den Zählerschrank. Die Lage jeder Dose wird vorher an der Wand angezeichnet und freigegeben. Größenordnungen dazu stehen unter Elektrokosten je Quadratmeter, die Besonderheiten des Bestands unter Elektro im Altbau erneuern.

Schritt 6: Estrich und die Trockenzeit im Plan

Aufbau Begehbar nach Belegreif nach
Zementestrich 2–3 Tagen 4–6 Wochen
Fließestrich auf Calciumsulfat 1–2 Tagen 2–4 Wochen
Trockenestrich als Platte sofort sofort

Begehbar und belegreif sind zwei verschiedene Zustände. Belegreife heißt, dass die Restfeuchte so weit unten ist, dass ein dichter Belag aufliegen darf. Gemessen wird mit dem CM-Gerät.

Dabei wird eine Materialprobe aus der Estrichtiefe entnommen. In einer Druckflasche reagiert sie mit Calciumcarbid, der Zeiger zeigt den Wert in CM-Prozent. Der Bodenleger misst vor dem Verlegen und hält das Ergebnis schriftlich fest. Dieses Protokoll ist später der Beleg dafür, dass der Untergrund reif war.

Trockenestrich kennt diese Wartezeit nicht. Er spielt seine Stärke aus, sobald die Aufbauhöhe knapp ist oder eine Holzbalkendecke wenig Last verträgt. Wie sich die Aufbauten unterscheiden, steht unter Bodenaufbau und Estrich.

Schritt 7 und 8: Trockenbau, Putz und Spachtel

Auf der fertigen Fläche folgen Vorsatzschalen, abgehängte Decken und Schachtverkleidungen. Sie schließen Leitungen ein und nehmen Aussparungen für Einbauteile auf. Zugänglich bleibt danach nur, wofür eine Revisionsöffnung vorgesehen ist, und deren Lage wird jetzt festgelegt.

Putz und Spachtel bestimmen, wie die Wand am Ende aussieht. Q2 ist der übliche Standard für strukturierte Anstriche, Q3 für glatte matte Flächen, Q4 für Glanz und Streiflicht. Die Qualitätsstufe gehört in den Vertrag. Preise und Aufschläge dazu stehen unter Trockenbaukosten je m².

Innenputz bringt noch einmal Feuchte in den Raum. Deshalb wird gelüftet und in der kalten Jahreszeit beheizt. Die Standzeit nach großflächigem Putz steht als eigene Zeile im Bauzeitenplan.

Schritt 9 bis 11: Fliesen, Maler, Boden

Fliesen kommen vor dem Maler. Der Fliesenleger arbeitet mit Kleber, Wasser und Fugenmasse, und die Anschlüsse an Wand und Decke werden sauber, solange dort noch keine fertige Beschichtung sitzt. Fliesen- und Plattenarbeiten machen unsere eigenen Leute.

Danach streicht der Maler. Er arbeitet auf staubfreiem Untergrund und vor dem Bodenbelag, weil eine noch nicht verlegte Fläche besser geschützt ist als jede Abdeckung. Maler-, Tapezier- und Stuckarbeiten liegen ebenfalls bei unseren eigenen Leuten.

Der Boden ist das letzte flächige Gewerk. Parkett und Vinyl kommen nach der CM-Messung und bei Raumklima im Normalbereich. Welche Beläge wofür passen, steht auf der Leistungsseite Bodenbeläge.

Schritt 12 bis 14: Endmontage, Türen, Reinigung

Jetzt werden Sanitärobjekte gesetzt, Armaturen montiert, Schalter, Steckdosen und Leuchten angeschlossen. Elektro läuft dabei über feste Partnerbetriebe, mit denen wir seit Jahren zusammen bauen; die Termine steuert derselbe Bauleiter.

Türen kommen fast zuletzt, weil der fertige Bodenbelag die Höhe vorgibt und weil Zargen und Blätter empfindlich sind. Zum Schluss folgt die Bauendreinigung. Erst auf der sauberen Fläche lässt sich abnehmen.

Drei Stellen, an denen sich der Bauzeitenplan bewährt

Die erste ist die Entkernung. Was hinter der Verkleidung auftaucht, verschiebt die Schritte 2 und 4. Eine morsche Schwelle, ein alter Schacht oder eine Leitung ohne Plan gehören dazu.

Die zweite ist die Freigabe der Rohinstallation. Solange die Lage von Dosen und Anschlüssen offen ist, kann nicht geschlossen werden. Dieser Punkt ist der häufigste Wartepunkt im ganzen Projekt.

Die dritte ist die Belegreife des Estrichs. Sie steht als Zeitraum im Plan, nicht als Tag. Wer den Bodenleger auf den frühesten Tag bucht, verschiebt mit ihm auch Türen, Endmontage und Reinigung.

Was die Folge für Ihre Planung heißt

Der Bauzeitenplan bildet die vierzehn Schritte mit Arbeitstagen und Übergabepunkten ab. Zwischen Schritt 6 und Schritt 11 steht die Trockenzeit als eigene Position, auch wenn dort niemand arbeitet. Wie lange ein Projekt insgesamt läuft, zeigt die Dauer einer Sanierung.

Eine Kernsanierung durchläuft alle vierzehn Schritte. Eine Renovierung beginnt bei Schritt 8. In der Platte in Marzahn kommt vor Schritt 2 die Zustimmung der Genossenschaft für jeden Durchbruch dazu.

Sagen Sie uns, wo Ihr Projekt einsteigt

Für eine erste Einordnung reichen Fläche, Baujahr und der Satz, was gemacht werden soll. Daraus ergibt sich, welche der vierzehn Schritte anfallen. Erreichbar sind wir unter 030 8268 9996, montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr. Grundrisse und Fotos nehmen wir auch über das Formular auf dieser Seite entgegen.

Trockenbau nach der Elektro- und Sanitärinstallation in einer Berliner Wohnung

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge werden die Gewerke bei einer Sanierung ausgeführt?

Abbruch, Rohbau und Durchbrüche, Fenster, Sanitär-Rohinstallation, Elektro-Rohinstallation, Estrich. Danach Trockenbau, Putz und Spachtel, Fliesen, Maler, Bodenbelag. Zum Schluss Endmontage von Sanitär und Elektro, Türen und die Bauendreinigung.

Kommt der Elektriker vor oder nach dem Sanitärinstallateur?

Danach. Wasser und Abwasser haben feste Gefälle und große Querschnitte, sie bestimmen den Leitungsweg. Elektro ist flexibel und weicht aus. In der umgekehrten Folge wird ein Teil der Leitungen zweimal verlegt.

Wie lange muss Zementestrich trocknen, bevor Parkett verlegt wird?

Bis zur Belegreife vergehen bei Zementestrich vier bis sechs Wochen, bei Fließestrich zwei bis vier. Begehbar ist Zementestrich schon nach zwei bis drei Tagen, das ist aber etwas anderes als belegreif. Maßgeblich ist die gemessene Restfeuchte, nicht der Kalender.

Was ist eine CM-Messung und wer macht sie?

Eine Messung der Restfeuchte im Estrich. Eine Materialprobe aus der Estrichtiefe reagiert in einer Druckflasche mit Calciumcarbid, der Zeiger zeigt den Wert in CM-Prozent. Der Bodenleger führt sie vor dem Verlegen durch und hält das Ergebnis schriftlich fest.

Warum werden die Fenster so früh eingebaut?

Weil sie das Gebäude dicht machen. Ohne dichte Hülle lässt sich in der kalten Jahreszeit nicht heizen, und ohne Wärme trocknen Estrich und Putz nicht ab. Der Fenstereinbau steht deshalb vor der Rohinstallation im Plan.

Kommen die Fliesen vor oder nach dem Maler?

Vor dem Maler. Der Fliesenleger arbeitet mit Kleber, Wasser und Fugenmasse, und die Anschlüsse an Wand und Decke werden sauber, solange dort noch keine fertige Beschichtung sitzt. Der Maler zieht danach die Kante.

Wann werden die Innentüren eingebaut?

Fast zuletzt, nach dem Bodenbelag und nach dem Maler. Der fertige Boden gibt die Höhe von Zarge und Blatt vor. Außerdem sind Zargen und Oberflächen empfindlich, deshalb kommen sie erst, wenn die staubintensiven Arbeiten durch sind.

Spare ich mit Trockenestrich Zeit gegenüber Zementestrich?

Ja, Trockenestrich kommt ohne Trockenzeit aus und ist direkt belegbar. Er spielt seine Stärke aus, sobald die Aufbauhöhe knapp ist oder eine Holzbalkendecke wenig Last verträgt. Zementestrich liegt mit 35 bis 60 Euro je m² darunter und ist der robuste Aufbau für massive Decken.

Wann muss ich die Lage der Steckdosen festlegen?

Vor dem Schließen der Schlitze, also während der Elektro-Rohinstallation. Üblich ist ein Termin in der Wohnung, bei dem jede Dose an der Wand angezeichnet wird. Danach ist die Lage in der Wand und eine Änderung bedeutet neues Stemmen.

Welche Schritte entfallen bei einer Renovierung von 70 m²?

Bei einer reinen Renovierung bleiben Leitungen und Estrich liegen. Es geht bei Spachtel und Putz los, dann folgen Maler, Bodenbelag, Türen und die Reinigung. Fünf bis zehn Arbeitstage sind dafür der übliche Rahmen.

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