Ein Bezirk, zwei Planungswelten
Pankow teilt sich an der Wollankstraße. Südlich davon liegt Gründerzeit: der Florakiez, das Kissingenviertel, die Straßenzüge um die Breite Straße und den Bürgerpark. Vier- und fünfgeschossige Häuser mit Stuck, Holzbalkendecken, Dielen und Kastenfenstern zur Straße.
Nördlich davon wird die Bebauung locker. Niederschönhausen mit Villen am Majakowskiring, Rosenthal, Blankenburg, Französisch Buchholz, dazu Karow und Buch am äußeren Rand. Hier geht es um Einfamilien- und Siedlungshäuser, um Keller, Dachräume und Anbauten statt um Blockrand und Hinterhof.
Beide Aufgaben laufen bei uns nach demselben Prinzip: alle Gewerke in einem Vertrag, ein Bauzeitenplan, ein Ansprechpartner. Im Altbau planen wir um Stuck und Deckenbalken herum. Im Haus planen wir um Treppe, Dachstuhl und Kellerfeuchte herum. Als Meisterbetrieb und Teil der WRS Gruppe bringen wir beides zusammen.
Was wir uns beim ersten Termin ansehen
In der Altbauwohnung nehmen wir Raum für Raum auf und suchen die Richtung der Deckenbalken. Wir sehen uns Stuck, Dielen, Bad, Zählerschrank und Fenster an. Die Steigstränge prüfen wir dort, wo sie zugänglich sind.
Im Siedlungshaus gehen wir zusätzlich in den Keller und unter das Dach. Dabei interessieren uns Sparrenhöhe, Dämmung, Schornstein, Treppe und die Feuchte an den Kellerwänden. Aus diesen Punkten entsteht der Preis, nicht aus einer Pauschale.
Der Termin ist kostenlos. Das Angebot kommt schriftlich, mit Festpreis und nach Gewerken aufgeschlüsselt.
Drei typische Aufgaben aus dem Pankower Bestand
Die Etagenwohnung im Florakiez
Rund 90 Quadratmeter im ersten Obergeschoss, gebaut um 1905. Stuckprofile in Flur und Wohnzimmer, Doppelflügeltür, Dielen mit Fugen. Das Bad sitzt innen und misst vier Quadratmeter, die Küche liegt zum Hof. Solche Wohnungen bekommen alle Gewerke neu, während Stuck und Türblätter erhalten bleiben.
Das Siedlungshaus in Karow
Ein eingeschossiges Haus mit ausgebautem Spitzboden, Baujahr um 1936, später erweitert. Massive Wände, kleine Räume, ein Bad von drei Quadratmetern im Erdgeschoss. Der Auftrag lautet meist: Wände öffnen, Dach ausbauen, Technik erneuern, Fenster tauschen. Die Familie bleibt während der Bauzeit im Haus.
Der Bungalow oder das Reihenhaus in Buch
Ein Haus aus DDR-Zeiten oder aus den 1990er Jahren, 110 bis 130 Quadratmeter. Die Substanz ist in Ordnung, Technik und Oberflächen sind am Ende ihres ersten Zyklus. Hier geht es um Bad, Elektro, Boden, Türen und oft um eine offene Küche.
Woher die zwei Pankower Welten kommen
Der Süden wuchs ab 1875 an der Berliner Straße und der Florastraße, als Pankow zur Vorstadt der wachsenden Metropole wurde. Bis 1914 entstanden geschlossene Straßenzüge mit Vorderhaus und Seitenflügel, meist vier- bis fünfgeschossig. Das Kissingenviertel kam in den Jahren um 1900 dazu, mit etwas ruhigeren Fassaden und größeren Höfen.
Niederschönhausen entwickelte sich anders. Um das Schloss und den Schlosspark entstanden Landhäuser und Villen, später der Majakowskiring mit seinen großen Grundstücken. In den 1920er und 1930er Jahren kamen Siedlungen mit kleinen Einfamilienhäusern dazu, in Rosenthal, Blankenburg und Karow.
Buch ging einen eigenen Weg. Ab 1898 entstanden dort die Krankenhausbauten von Ludwig Hoffmann in Parklandschaft, später Wohnzeilen und in den 1970er Jahren Plattenbauten. Karow-Nord wurde in den 1990er Jahren als ganzes Quartier neu gebaut. Diese drei Schichten liegen heute nebeneinander, oft in derselben Straße.
Bautechnik im Altbau und im Haus
Was Gründerzeitdecke und Kappendecke hergeben
Die Gründerzeitdecke besteht aus Holzbalken, Einschub und Schüttung. Sie trägt begrenzt, deshalb prüfen wir vor Estrich und großformatigen Fliesen die Balkenlage. Für den leichten Aufbau nehmen wir Trockenestrich zu 40 bis 70 Euro je Quadratmeter, für den massiven Fließestrich zu 30 bis 50 Euro. Im Siedlungshaus liegt über dem Keller oft eine Kappendecke, im Obergeschoss wieder Holz.
Strang im Altbau, Verteilung im Haus
Im Altbau steigen Wasser und Abwasser an der Bad- und Küchenwand nach oben. Alte Guss- und Stahlrohre tauschen wir strangweise aus, geschossweise von unten nach oben. Im Einfamilienhaus gibt es keinen Strang, sondern eine Verteilung vom Keller aus. Das macht die Planung freier, weil Bad und Küche wandern dürfen.
Stromkreise und der alte Verteiler
In Altbauten aus der Zeit vor 1990 finden wir häufig zu wenige Stromkreise und alte Verteiler. Für die Erneuerung der gesamten Installation setzen wir 90 bis 160 Euro je Quadratmeter Wohnfläche an. Mit Zählerschrank steigt das auf 115 bis 195 Euro. Im Siedlungshaus sitzt der Zähler oft im Keller oder im Flur, und die Zuleitung wird mit erneuert. Wo in Trockenbau oder aufputz gearbeitet wird, liegen die Kosten rund 18 Prozent niedriger.
Die Höhe, die fürs Bad übrig bleibt
Im Altbau gibt der alte Dielenboden vor, welche Aufbauhöhe für Abdichtung, Estrich und Fliese übrig bleibt. Im Siedlungshaus ist die Rohdecke im Obergeschoss meist aus Holz und liegt höher als der Flur. Bodengleiche Duschen bekommen dort ein flaches Element, der Ablauf geht in die Wand. Türblätter werden gekürzt, Zargen neu gesetzt.
Abluft über Schacht, Wand oder Dach
Innenliegende Bäder im Altbau entlüften über einen alten Schacht in der Innenwand oder über ein neues Gerät mit Nachlauf. Im Haus führen wir die Abluft über die Außenwand oder über Dach, mit Rückschlagklappe gegen Zugluft. Bei dichten neuen Fenstern planen wir Zuluft über Fensterfalz oder Überströmöffnungen mit ein.
Kastenfenster im Florakiez, Kunststoff in Karow
Zur Straße stehen im Florakiez oft Kastenfenster. Deren Aufarbeitung liegt bei 900 bis 1.800 Euro je Stück, ein neues Holzfenster mit Dreifachglas bei 1.100 bis 2.200 Euro. Im Siedlungshaus sind Kunststofffenster mit 700 bis 1.400 Euro je Fenster der Regelfall, Holz-Aluminium liegt bei 1.400 bis 2.600 Euro. Der Tausch von Fenstern und Außentüren wird nach heutigem Stand mit 15 Prozent über die BEG bezuschusst. Wer vorher einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lässt, kommt auf 20 Prozent. Beantragt wird vor der Auftragsvergabe.
Welche Aufträge in Pankow am häufigsten kommen
Südlich der Wollankstraße ist es die Komplettsanierung einer gekauften Eigentumswohnung. Alle Gewerke in einem Zug, Stuck bleibt, Bad und Elektro werden neu. Sanitär, Fliesen, Maler und Stuck machen unsere eigenen Leute, was die Übergaben zwischen den Gewerken kurz hält.
Nördlich davon ist es die Modernisierung am Siedlungshaus. Wände öffnen, Bad vergrößern, Dach ausbauen, Fenster tauschen, Elektro erneuern. Der Dachausbau ist dabei der größte einzelne Posten, weil er Wohnfläche schafft, ohne dass jemand umzieht.
Dazu kommen Renovierungen für die Vermietung im Altbau und Arbeiten an Häusern, die aus einem Nachlass stammen. Dort geht es oft darum, eine Immobilie in kurzer Zeit verkaufsfertig zu machen.
Was Sanierung und Ausbau in Pankow kosten
Alle Angaben sind Erfahrungswerte, brutto und eingebaut, mit Stand September 2026. Die Werte je Quadratmeter beziehen sich auf die Wohnfläche, beim Dachausbau auf die Fläche unter dem Dach.
| Vorhaben | Objekt in Pankow | Erfahrungswert | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Renovierung | 70 m² Mietwohnung im Kissingenviertel | 250–450 €/m² | 5–10 Arbeitstage |
| Komplettsanierung | 90 m² Gründerzeit im Florakiez | 900–1.500 €/m², plus 15 % für Baujahr bis 1918 | 6–10 Wochen |
| Teilsanierung | 120 m² Siedlungshaus in Karow, Baujahr 1936 | 500–900 €/m², plus 8 % für 1919 bis 1948 | 3–5 Wochen |
| Dachgeschossausbau | 60 m² unter dichtem Dach in Blankenburg | 1.400–2.100 €/m² | 10–16 Wochen |
| Dachgeschossausbau | 60 m² mit neuer Dämmung und Dachfenstern | 1.800–2.600 €/m² | 10–16 Wochen |
Der Ausbaustandard verschiebt diese Werte: Vermietungsstandard 15 Prozent nach unten, gehobene Ausstattung 30 Prozent nach oben. Für Baujahre ab 1991, etwa in Karow-Nord, rechnen wir 10 Prozent ab. Selbstnutzer ziehen über Paragraf 35a EStG 20 Prozent der Handwerkerlöhne ab, begrenzt auf 1.200 Euro je Kalenderjahr. Bei energetischen Einzelmaßnahmen im eigenen Haus greift Paragraf 35c EStG mit 20 Prozent über drei Jahre, wenn das Haus älter als zehn Jahre ist. Das ist der Stand 2026.
Zustimmungen, Genehmigungen, Statik
In der Eigentumswohnung im Süden entscheidet die Gemeinschaft über alles, was ihr gehört: Fenster, Wohnungstür, Steigleitungen, tragende Wände. Wir bereiten die Unterlagen für die Versammlung vor, damit der Beschluss in einem Durchgang gelingt.
Für mehrere Gebiete südlich der Wollankstraße gilt eine soziale Erhaltungsverordnung. Dort entscheidet der Bezirk über Grundrissänderung, Zweitbad, Balkonanbau und gehobene Ausstattung. Was dabei geprüft wird, steht auf der Seite zum Milieuschutz. Einzelne Häuser am Majakowskiring und in der Umgebung des Schlossparks stehen zusätzlich unter Denkmalschutz, was Fenster und Fassade bindet.
Im Einfamilienhaus zählt vor allem die Statik. Ein Durchbruch in einer tragenden Wand, eine neue Treppe oder eine Gaube brauchen die Berechnung eines Statikers, 500 bis 1.200 Euro je Vorgang. Beim Dachausbau kommen Bauantrag oder Bauanzeige dazu, ausgestellt von Statiker oder Architekt. Wir binden beide ein und koordinieren sie im Bauzeitenplan.
Die Baustelle im Haus und auf dem Grundstück
Im Altbau im Florakiez gibt es selten einen Aufzug. Getragen wird über die Treppe; bei größeren Mengen stellen wir einen Außenaufzug ans Fenster. Treppenhaus, Handlauf und Wohnungstür werden abgedeckt, bevor die erste Fuhre kommt. Für den Container brauchen wir meist eine Sondernutzungserlaubnis auf der Straße, weil die Höfe schmal sind.
Im Siedlungshaus ist das einfacher. Container und Materiallager stehen auf dem Grundstück, ein Gerüst ebenso. Beim Dachausbau planen wir die Einhausung, damit das Haus jederzeit dicht bleibt. Bewohnte Häuser bauen wir in Abschnitten, mit einem funktionierenden Bad zu jeder Zeit.
Wir arbeiten an Werktagen und bündeln lärmintensive Schritte auf die frühen Stunden. Die Nachbarschaft erfährt vorab, wann gebaut wird und wer ansprechbar ist. Dach und Elektro laufen über feste Partnerbetriebe in unserer Bauleitung. Ihr Vertrag bleibt trotzdem einer.
Der Weg nach Pankow beginnt an der Haynauer Straße 58 in Berlin-Lankwitz. Wir fahren früh los, damit die Kolonne vollzählig auf der Baustelle steht. Die Anfahrt ist Teil des Festpreises.
Wie lange es bei Ihnen dauert
Das Angebot liegt wenige Tage nach dem Aufmaß vor. Danach folgt der Vorlauf: Planung, Material und Genehmigungen brauchen 3 bis 8 Wochen. Beim Dachausbau ist dieser Vorlauf am längsten, weil Statik und Bauantrag dazugehören.
Für 70 Quadratmeter Renovierung planen wir 5 bis 10 Arbeitstage ein. Kommt ein neues Bad dazu, samt Maler und Boden, sind es 3 bis 5 Wochen. Sollen alle Gewerke ran, sind 6 bis 10 Wochen realistisch. Dachausbau über 60 Quadratmeter und neuer Grundriss auf 90 Quadratmetern liegen beide bei 10 bis 16 Wochen.
Zum Schluss nehmen wir gemeinsam ab und halten alles im Protokoll fest. Was an Nachweisen für Elektro und Sanitär anfällt, bleibt bei Ihnen im Ordner. Den kompletten Weg vom ersten Anruf bis zur Übergabe beschreibt der Ablauf einer Sanierung.
Diese Aufträge gehören zu einem anderen Betrieb
Für einzelne Reparaturen und den Notdienst sind wir nicht die richtige Adresse. Ein verstopfter Abfluss oder eine ausgefallene Steckdose braucht jemanden, der sofort kommt. Unser Maßstab ist der Bauabschnitt mit festem Plan, nicht der Stundeneinsatz.
Möbel- und Küchenplanung ohne begleitende Bauleistung übernimmt ein Einrichtungshaus. Wer nur die Fassade, eine neue Dacheindeckung oder ein Gerüst beauftragt, ohne dass innen gebaut wird, ist beim Dachbetrieb an der richtigen Stelle. Für Schadstoffe wie Asbest oder Mineralwolle mit anschließender Freimessung gibt es eigens zugelassene Betriebe. Tragwerksplanung und Bauantrag bleiben beim Statiker oder Architekten; wir koordinieren seine Termine.
Einsatzgebiet: Pankow und die angrenzenden Orte
Gebaut wird im ganzen Ortsteil und darüber hinaus. Im Süden im Florakiez, im Kissingenviertel, an der Breiten Straße und rund um den Bürgerpark. Weiter nördlich in Niederschönhausen am Majakowskiring und an der Dietzgenstraße, in Rosenthal, Blankenburg und Französisch Buchholz. Am äußeren Rand arbeiten wir in Karow und in Buch an der Wiltbergstraße.
Über die Ortsteilgrenze hinaus fahren wir nach Prenzlauer Berg südlich der Wisbyer Straße, wo dieselbe Gründerzeit steht, und nach Weißensee östlich der Bahn. Westlich der Panke schließt Reinickendorf an, dort mit Siedlungsbau statt Blockrand. Wir arbeiten ebenso im Wedding an der Grenze zur Osloer Straße und im Umland in Bernau.
Zum Weiterlesen für Wohnung und Haus
Was bei allen Gewerken in einem Auftrag zusammenkommt, zeigt die Seite zur Komplettsanierung. Für den Ausbau unter dem Dach lohnt der Dachgeschossausbau, die Zahlen dazu stehen unter Kosten für den Dachausbau.
Wer am Altbau rechnet, findet Spannen und Zuschläge bei den Kosten der Altbausanierung. Feuchte Kellerwände im Siedlungshaus behandelt der Ratgeber zu feuchten Wänden. Und wenn Sie den Ablauf vorab sortieren wollen, hilft die Checkliste.
Ein Anruf, ein Termin, ein Festpreis
Was zuerst drankommt, im Florakiez die Leitungen und in Karow das Dach, klärt sich am besten vor Ort. Sie erreichen uns werktags von 7 bis 18 Uhr unter 030 8268 9996. Im Formular unten auf der Seite genügen Adresse, Baujahr und Fläche, dann rufen wir zurück.
