Wann Trockenbau in Berlin der richtige Weg ist
Aus einem Kind sind zwei geworden, und das große Zimmer zur Straße soll geteilt werden. Oder im offenen Wohnraum fehlt eine Ecke, in der sich die Tür hinter dem Homeoffice schließen lässt. Eine Ständerwand steht dafür in Tagen statt in Wochen, bringt wenig Gewicht auf die Decke und nimmt Leitungen in sich auf. Im Berliner Bestand ist sie deshalb der übliche Weg zu einer neuen Trennwand.
Ein anderer Anlass ist eine Wand, in die niemand schlitzen soll. Vor sie kommt eine zweite Ebene, die Vorsatzschale, und darin laufen Strom, Wasser und Abwasser. Im Altbau mit Stuck und im Plattenbau mit tragenden Querwänden ist das oft der einzige Weg. Nebenbei wird die Wand gerade, und eine Dämmung passt hinein.
An der Decke geht es um Leitungen, die quer durch den Raum müssen, um Einbauspots oder um eine Holzbalkendecke, die im Raum um Zentimeter abweicht. Eine abgehängte Decke nimmt alle drei Aufgaben auf einmal. Wohnungssanierungen Berlin ist ein Meisterbetrieb, und Trockenbau steckt in fast jedem unserer Aufträge: ein Vertrag, ein Bauzeitenplan, ein Ansprechpartner.
Woraus eine Ständerwand besteht
Eine Ständerwand besteht aus UW-Profilen an Boden und Decke, CW-Profilen im Achsabstand von meist 62,5 Zentimetern und der Beplankung aus Gipskartonplatten von 12,5 Millimetern. Die Randanschlüsse bekommen Dichtband, damit Schall nicht an der Fuge vorbeiläuft. Bei einfacher Beplankung liegt je Seite eine Platte, bei doppelter zwei, versetzt gestoßen.
Im Gefach sitzt Mineralwolle. Sie ist der Grund, warum eine doppelt beplankte Wand deutlich mehr Ruhe bringt als eine einfache. Für Feuchträume kommen imprägnierte Platten zum Einsatz, für Brandschutzanforderungen Feuerschutzplatten in geprüften Aufbauten. Wo ein Büro oder eine Praxis in ein Wohnhaus zieht, planen wir die Anforderung vorher mit ein, statt sie nachträglich zu ergänzen.
Der eigentliche Gewinn steckt in der Installationsebene. In der Vorsatzschale oder in der doppelt beplankten Wand liegen Leerrohre, Wasserleitungen, Abwasser und Lüftungskanäle. Wo etwas später zugänglich bleiben muss, setzen wir Revisionsklappen, etwa an Absperrventilen, Wasserzählern und Reinigungsöffnungen. Türöffnungen bekommen UA-Profile und einen Sturz, damit die Zarge sauber sitzt.
Wandfläche, nicht Wohnfläche
Alle Preise in diesem Gewerk stehen je Quadratmeter Wandfläche. Das ist die Fläche der Wand selbst, also Länge mal Höhe, und nicht die Wohnfläche des Raums. Bei einer Decke rechnen wir entsprechend je Quadratmeter Deckenfläche. Wer diese Bezugsgröße verwechselt, verrechnet sich um ein Vielfaches.
Ein Beispiel: Eine neue Trennwand von 4,20 Metern Länge in einem Raum mit 2,60 Metern Höhe hat 10,9 Quadratmeter Wandfläche. Eine Tür mit 0,90 mal 2,10 Metern zieht rund 1,9 Quadratmeter ab und läuft als eigene Position. Bleiben etwa 9 Quadratmeter, die bei einfacher Beplankung rechnerisch 405 bis 675 Euro ergeben.
Wer von der Wohnfläche her denkt, braucht eine Faustzahl: Auf einen Quadratmeter Wohnfläche kommen bei 2,50 Metern Raumhöhe rund 2,7 Quadratmeter Wand- und Deckenfläche. Diese Zahl gilt für Oberflächen, die an allen Wänden anfallen, etwa beim Streichen. Für eine einzelne neue Trennwand ist sie kein Maßstab, denn dort zählt nur die Wand selbst. Deshalb messen wir jede Wand und jede Öffnung einzeln auf und schreiben sie in das Angebot.
Preise für Trockenbau in Berlin
| Aufbau | Preis je m² Wandfläche | Typischer Einsatzfall |
|---|---|---|
| Vorsatzschale vor vorhandener Wand | 38 bis 65 € | Leitungen führen, Wand begradigen, Dämmung ergänzen |
| Ständerwand, einfach beplankt | 45 bis 75 € | Ankleide, Abstellraum, Flurabtrennung |
| Ständerwand, doppelt beplankt, mit Dämmung | 62 bis 95 € | Schlafzimmer, Homeoffice, Kinderzimmer |
| Abgehängte Decke, je m² Deckenfläche | 55 bis 90 € | Leitungsführung, Spots, Höhenausgleich |
| Trockenbau im Feuchtraum | 75 bis 115 € | Vorwand mit Spülkasten, Duschnische, Schacht |
Die Werte sind Erfahrungswerte, brutto, mit Material und fertig gespachtelt in Q2, Stand September 2026. Stellen Sie Profile, Platten und Spachtelmasse selbst, bleiben rund 55 Prozent für den Arbeitslohn. Aus 62 bis 95 Euro werden dann etwa 34 bis 52 Euro je Quadratmeter Wandfläche.
Auf die Oberfläche kommt ein Aufschlag. Q3 mit ganzflächiger dünner Spachtelung liegt rund 12 Prozent über Q2, Q4 mit vollflächiger Glättung etwa 25 Prozent darüber. Q4 lohnt vor allem dort, wo Streiflicht über die Wand streicht oder ein glänzender Anstrich geplant ist. Alle Varianten rechnet der Trockenbaurechner für Ihre Fläche durch.
Die Berliner Objekttypen und was sie verlangen
Im Gründerzeitbau bis 1918 stehen die neuen Wände auf einer Holzbalkendecke. Eine Ständerwand wiegt einen Bruchteil einer gemauerten Wand, weshalb sie hier die Lösung für neue Trennwände ist. Ideal steht sie längs über einem Balken, was wir beim Aufmaß prüfen. Die hohen Räume bedeuten längere Profile und mehr Wandfläche je laufendem Meter, und das steht in der Kalkulation.
Im Zeilenbau der Jahre 1949 bis 1968 geht es häufig um das kleine Bad und um Leitungen, die aufputz laufen. Eine Vorsatzschale nimmt sie auf und schafft zugleich eine ebene Fläche für Fliesen. In den Wohnungen mit Kammern und engem Flur schafft eine versetzte Trennwand oft einen brauchbaren Grundriss ohne Eingriff in die Statik.
Im Plattenbau von 1969 bis 1990 tragen die Querwände. Schlitze sind dort keine Option, und genau deshalb ist die Vorsatzschale der Standardweg für neue Leitungen. Die Aufbauhöhe im Bad ist knapp, weshalb wir die Vorwandtiefe früh festlegen. Im Dachgeschossausbau schließlich ist Trockenbau das bestimmende Gewerk, von der Gaubenwange bis zur Kniestockwand.
Ständerwand oder gemauerte Wand: wofür jede Bauart steht
Beide Bauarten haben ihren Fall, und wir bauen beide. Die Ständerwand spielt ihre Stärke aus, sobald Gewicht, Bauzeit oder Leitungsführung eine Rolle spielen. Sie steht in Tagen, bringt je Quadratmeter nur einen Bruchteil der Last einer massiven Wand auf die Decke und nimmt Installationen ohne Schlitz in sich auf. Im Altbau mit Holzbalkendecke ist das häufig der entscheidende Punkt.
Die gemauerte Wand ist die Lösung, wenn große Lasten frei an der Wand hängen sollen oder wenn ein massiver Aufbau aus anderen Gründen gewünscht ist. Sie braucht Mörtelzeit, Putz und Trocknung, und das Gewicht will von der Decke getragen werden. Wo Last abgetragen wird, kommt ohnehin Mauerwerk, Stahl oder Beton zum Einsatz, und dafür rechnet ein Statiker. Maurer- und Betonarbeiten gehören bei uns zum selben Auftrag.
Brandschutz, Gewerbe und Dachgeschoss
Sobald eine Wohnung zur Praxis, zum Büro oder zur Ferienwohnung wird, kommen Anforderungen an Brandschutz und Schallschutz dazu. Für eine feuerwiderstandsfähige Trennwand gibt es geprüfte Aufbauten mit Feuerschutzplatten, festgelegter Profilstärke und definiertem Schraubabstand. Diese Aufbauten werden nicht abgewandelt, sondern genau so ausgeführt, wie sie geprüft sind. Das planen wir vor der ersten Platte, weil ein nachträglicher Umbau die ganze Wand betrifft.
Im Dachgeschoss ist Trockenbau das bestimmende Gewerk. Kniestockwände, Schrägen, Gaubenwangen und der Abschluss zur Dämmebene laufen alle über Ständerwerk und Beplankung. Die Dampfbremse liegt dabei unter der Beplankung und muss dicht bleiben, auch an Steckdosen und Durchdringungen. Deshalb planen wir im Dachgeschoss von vornherein eine Installationsebene vor der Dampfbremse ein.
Vom Ständerwerk bis zur fertigen Fläche
Vor dem ersten Profil steht das Aufmaß bei Ihnen in der Wohnung, kostenlos und ohne Auftrag. Wir nehmen Längen, Höhen und Öffnungen auf, prüfen den Untergrund an Boden und Decke und klären, welche Leitungen in die Wand sollen. Daraus entsteht ein schriftliches Angebot mit Festpreis, aufgeschlüsselt nach Wand, Decke, Öffnungen und Oberfläche.
Auf der Baustelle folgt der Trockenbau einer festen Ordnung. Tag eins gehört dem Anreißen und dem Ständerwerk. Danach wird eine Seite beplankt, damit Elektro und Sanitär ihre Leitungen einziehen können. Erst wenn diese Arbeiten abgenommen sind, kommen Dämmung und zweite Beplankung.
Das Spachteln läuft in zwei bis drei Gängen mit Trocknung dazwischen. Für eine Trennwand von 12 Quadratmetern Wandfläche rechnen wir mit 3 bis 4 Arbeitstagen bis Q2. Ein ganzes Geschoss im Rohbau, mit Decken und mehreren Wänden, liegt je nach Umfang bei zwei bis vier Wochen. Die genaue Zahl steht im Bauzeitenplan.
Worauf wir achten, bevor es teuer wird
Ob eine Trockenbauwand nach Jahren noch gut aussieht, entscheidet sich an vier Stellen. Am Randanschluss fängt es an. Läuft die Wand ohne Dichtband gegen Rohbeton oder alten Putz, wandert Schall durch die Fuge, und im Altbau reißt die Anschlussfuge mit der Bewegung des Hauses. Deshalb arbeiten wir dort mit Trennstreifen und elastischer Fuge.
Als Nächstes zählen die Lasten: Waschtisch, Hänge-WC, Fernseher, Hängeschränke und Wandregale brauchen Traversen oder Einbauplatten im Ständerwerk, und zwar vor der Beplankung. Nachträglich wird das aufwendig. Wir fragen deshalb beim Aufmaß nach jedem Möbelstück, das an die Wand soll.
Zugänglich bleiben müssen außerdem Absperrventile, Wasserzähler und Reinigungsöffnungen, sonst wird die Wand bei der nächsten Wartung wieder geöffnet. Dafür setzen wir Revisionsklappen. Bleibt die Oberfläche. Wer Q2 bestellt und später einen seidenglänzenden Anstrich wählt, sieht jede Fuge im Streiflicht. Die Qualitätsstufe gehört deshalb ins Angebot, nicht ans Ende der Baustelle.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Einzelne Reparaturen und Notdienst gehören nicht zu unserem Feld: ein Loch in der Wand, eine lose Leiste, ein einzelner Dübel. Unsere Leute kommen mit Aufmaß und Festpreis für einen Bauabschnitt, nicht für einzelne Stunden. Möbel- und Küchenplanung ohne begleitende Bauleistung bleibt beim Einrichtungshaus.
Fassade, Dachneueindeckung und Gerüst als eigenständiger Auftrag ohne Innenausbau sind die Sache eines Betriebs, der genau das täglich macht. Für Schadstoffsanierung mit Freimessung, etwa bei Asbest oder KMF, ist ein zugelassener Fachbetrieb zuständig. Die Statik und den Bauantrag erstellt ein Statiker oder Architekt; wir ziehen ihn hinzu und bringen seine Termine in den Bauablauf.
Wo unsere Trockenbauer arbeiten
In Prenzlauer Berg und Friedrichshain werden meist hohe Altbauräume geteilt, gern mit einer Wand quer zum Fenster und einem Oberlicht darüber. In Marzahn und Lichtenberg tragen die Querwände, weshalb neue Leitungen dort fast immer in einer Vorsatzschale laufen. Steglitz bringt den Zeilenbau mit dem engen Bad, Köpenick das Einfamilienhaus mit ausgebautem Dach.
Zu Wänden, Schall und Statik
Die Zahlen für die eigene Fläche spielt der Trockenbaurechner durch, mit und ohne Material und für alle drei Oberflächenstufen. Wer wissen will, wie viel Ruhe eine doppelt beplankte Wand tatsächlich bringt, liest Schallschutz in der Wohnung. Vor jeder Grundrissidee steht die Frage nach der Statik, und dazu passt Tragende Wand erkennen sowie der Rechner für den Wanddurchbruch.
Trockenbau steht selten allein. Beim Innenausbau entstehen die neuen Trennwände, im Dachgeschossausbau dazu Kniestock, Schräge und Gaubenwange. Die Leitungen für Elektro sowie für Sanitär und Heizung verschwinden in derselben Ebene, bevor beplankt wird. Danach kommen Malerarbeiten auf die fertige Oberfläche und Fliesenarbeiten auf die Vorwand im Bad.
Sagen Sie uns, wo die Wand stehen soll
Eine Skizze auf Papier, die Raumhöhe und die Länge der geplanten Wand reichen für ein erstes Gespräch. Daraus können wir die Wandfläche abschätzen und Ihnen sagen, ob einfache oder doppelte Beplankung zu Ihrem Vorhaben passt. Am Telefon erreichen Sie uns unter 030 8268 9996, Mo–Fr 7–18 Uhr. Das Aufmaß vor Ort vereinbaren wir im selben Gespräch, und es kostet nichts. Wer lieber tippt als telefoniert, findet das Formular unten auf der Seite.
