Zum Inhalt springen
Alle Gewerkeaus einer Hand, ein Vertrag, ein AnsprechpartnerMo–Fr 7–18 Uhrpersönlich erreichbar
Wohnungssanierungen Berlin — zur Startseite Wohnungssanierungen Berlin Meisterbetrieb für Wohnungssanierung WRS GRUPPE über 150 Jahre Meisterhandwerk
Schallschutz in der Wohnung: doppelt beplankte Trennwand mit Mineralwolle im Aufbau
Meisterbetrieb für Wohnungssanierung

Schallschutz in der Wohnung

Schallschutz rüsten wir in Berliner Wohnungen an Wand, Decke und Boden nach. Eine doppelt beplankte Trennwand kostet 62 bis 95 Euro je Quadratmeter Wandfläche.

Zwei Größen, die getrennt geplant werden

Schallschutz in der Wohnung besteht aus zwei Aufgaben. Der Luftschall überträgt Stimmen, Musik und Fernseher. Der Trittschall überträgt Schritte, Stühle und alles, was auf den Boden fällt. Beide Größen haben eigene Kennwerte, und beide brauchen unterschiedliche Aufbauten.

Beim Luftschall gilt: je höher die Zahl, desto besser. Das bewertete Schalldämm-Maß R'w wird in Dezibel angegeben. Beim Trittschall ist es umgekehrt. Der bewertete Norm-Trittschallpegel L'n,w beschreibt, wie viel unten ankommt, und niedrig ist hier gut.

Eine Größenordnung hilft beim Lesen der Zahlen. Drei Dezibel Unterschied hört man als spürbare Veränderung. Zehn Dezibel werden von den meisten Menschen als halb so laut empfunden. Wer von 55 auf 45 Dezibel Trittschallpegel kommt, hat den Alltag über sich deutlich leiser gemacht.

Was die Normen nennen

Bauteil DIN 4109 als Mindestanforderung Erhöhter Schallschutz nach VDI 4100
Wohnungstrennwand R'w ≥ 53 dB rund 56 bis 59 dB
Wohnungstrenndecke, Luftschall R'w ≥ 54 dB rund 56 bis 59 dB
Wohnungstrenndecke, Trittschall L'n,w ≤ 50 dB rund 46 bis 39 dB
Wand zum Treppenhaus R'w ≥ 55 dB höher nach Vereinbarung
Wohnungseingangstür Rw ≥ 27 dB 32 dB und mehr

Die DIN 4109 beschreibt den Schutz vor Geräuschen aus fremden Wohnungen. Sie ist der Mindeststandard und greift bei Neubau und bei wesentlichen Änderungen. Die VDI 4100 beschreibt darüber hinaus Schallschutzstufen für ruhigeres Wohnen. Wer diesen Standard will, vereinbart die Stufe schriftlich, bevor gebaut wird.

Im Bestand ist die Ausgangslage eine andere. Dort gilt zunächst das Schallschutzniveau der Bauzeit, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Bei einer Sanierung lässt sich die Latte trotzdem höher legen, und genau darum geht es in den folgenden Abschnitten.

Laborwert und Bauwert auseinanderhalten

In Prospekten steht Rw ohne Strich. Das ist der Laborwert des Bauteils, gemessen ohne Nebenwege. Im fertigen Haus wird R'w gemessen, also mit allem, was über Decke, Estrich, Flankenwände und Fassade mitläuft. Zwischen beiden Werten liegen erfahrungsgemäß 2 bis 5 Dezibel.

Diese Flankenübertragung ist der Grund, warum eine sehr gute Wand allein nicht reicht. Läuft ein durchgehender Estrich unter der neuen Trennwand hindurch, nimmt er den Schall mit. Deshalb wird der Estrich unter Trennwänden getrennt oder die Wand direkt auf die Rohdecke gestellt. Beides gehört in die Planung, bevor der Boden kommt.

Die Trennwand: doppelt beplankt, mit Mineralwolle

Der bewährte Aufbau für eine neue Wohnungstrennwand ist mehrschalig. Ein Ständerwerk CW 75, beidseitig zwei Lagen Gipskarton oder Gipsfaser mit je 12,5 Millimetern, im Hohlraum 60 Millimeter Mineralwolle. Die Wand misst damit rund 125 Millimeter und erreicht als Bauteil Laborwerte um 55 bis 60 Dezibel.

Drei Details entscheiden über das Ergebnis. Die Beplankungslagen werden versetzt gestoßen, damit keine Fuge durchgeht. Anschlussfugen an Wand, Decke und Boden bekommen ein Dichtband oder eine dauerelastische Fuge. Und Steckdosen liegen nicht Rücken an Rücken in derselben Gefachöffnung, sondern versetzt.

Wo mehr gefordert ist, wird das Ständerwerk doppelt gestellt. Zwei getrennte Profilreihen ohne Kontakt trennen die beiden Schalen vollständig. Dieser Aufbau spielt seine Stärke aus, sobald zwei Wohneinheiten aneinandergrenzen oder ein Arbeitszimmer entsteht. Die Preise dazu stehen im Überblick unter Trockenbaukosten je Quadratmeter.

Vorsatzschale vor der Bestandswand

Steht die Wand bereits, ist die Vorsatzschale der Weg. Sie wird frei vor die alte Wand gestellt, mit 40 bis 60 Millimetern Abstand, und der Hohlraum wird mit Mineralwolle gefüllt. Vor massivem Mauerwerk sind damit 8 bis 15 Dezibel Verbesserung erreichbar.

Entscheidend ist, dass die Schale die Bestandswand nicht berührt. Sie steht auf dem Boden, ist oben an der Decke entkoppelt angeschlossen und läuft ohne starre Befestigung an der alten Wand entlang. Der gesamte Aufbau kommt auf 60 bis 100 Millimeter vor der alten Oberfläche, je nach Ständerwerk und Beplankung.

Eine Vorsatzschale nimmt nebenbei Leitungen auf. Das ist im Altbau der elegante Weg, wenn alte Schlitze nicht mehr passen oder Stuck erhalten bleiben soll. Der Aufbau kostet 38 bis 65 Euro je Quadratmeter Wandfläche.

Der Boden: schwimmender Estrich und Trittschalldämmung

Trittschall wird über Entkopplung gelöst. Die lastverteilende Schicht schwimmt auf einer weichen Dämmung und berührt weder Wand noch Rohdecke. Wie viel das bringt, beschreibt das Trittschallverbesserungsmaß in Dezibel.

Aufbau Trittschallverbesserungsmaß Preis je m² Bodenfläche
Nassestrich auf Trittschalldämmung 20–30 mm 26–30 dB 35–60 € Zementestrich
Trockenestrich auf Faser- oder Holzfaserplatte 16–24 dB 40–70 € Trockenestrich
gebundene Schüttung 40–60 mm auf Balkendecke zusätzliche Wirkung durch Masse gesondert nach Fläche

Der Randdämmstreifen ist Teil dieser Aufbauten und kein Zubehör. Er trennt die Platte von Wänden, Zargen, Rohren und Säulen. Er läuft über die spätere Belagsoberkante hinaus und wird erst gekürzt, wenn der Belag liegt. Die Höhen und Trockenzeiten dazu stehen unter Bodenaufbau und Estrich.

Schallbrücken: die eine Stelle, auf die es ankommt

Eine Schallbrücke ist eine starre Verbindung, die den Schall an der weichen Schicht vorbeiführt. Sie ist klein und wirkt trotzdem über die ganze Fläche. Fünf Stellen tauchen im Bestand immer wieder auf.

  • Estrich, der an einer Stelle bis an die Wand läuft, weil der Randstreifen fehlt oder verrutscht ist.
  • Mörtel- oder Putzreste auf der Rohdecke, die unter der Dämmplatte liegen bleiben.
  • Fliesenkleber oder Silikon, das die Fuge zwischen Belag und Wand starr schließt.
  • Schrauben, die eine Vorsatzschale mit der alten Wand verbinden.
  • Heizungs- und Abflussrohre, die ohne Dämmhülse eingeputzt werden.

Die Gegenmaßnahmen sind einfach und gehören zur Ausführung. Rohdecke besenrein und frei von Nasen übergeben, Randstreifen durchgehend stellen, Rohre mit Dämmschlauch führen, Fugen dauerelastisch schließen. Wir kontrollieren diese Punkte, bevor der Estrich eingebracht wird, denn danach sind sie nicht mehr zugänglich.

Altbau: Balkendecke und Gründerzeit-Trennwände

Die Holzbalkendecke überträgt Trittschall besonders direkt, weil das Holz den Körperschall weiterleitet. Im Ausgangszustand liegen erfahrungsgemäß 65 bis 75 Dezibel Trittschallpegel an. Die Schüttung zwischen den Balken bringt Masse und dämpft, ist aber über die Jahrzehnte oft abgesackt.

Der übliche Weg führt über drei Schichten. Zuerst wird die Fehlbodenschüttung ergänzt oder durch eine gebundene Schüttung ersetzt. Darauf kommt eine Trittschallplatte, darüber der Trockenestrich. Wo eine abgehängte Decke in der Wohnung darunter möglich ist, bringt sie weitere Dezibel, mit 55 bis 90 Euro je Quadratmeter Deckenfläche.

Die Trennwände der Gründerzeit sind leicht. Ziegel halbsteinig mit 11,5 Zentimetern und Putz liegen als Bauteil bei rund 42 bis 45 Dezibel. Lehmstakenwände liegen darunter. Eine Vorsatzschale auf einer Seite ist hier die Lösung, die den Grundriss nicht verändert. Welche Bauart in welchem Kiez steht, ordnet die Seite zu den Baualtersklassen im Berliner Bestand ein.

Platte und Zeilenbau: Masse ist vorhanden

Betondecken mit 140 bis 180 Millimetern bringen von Haus aus Masse mit. Der Luftschall zwischen den Geschossen ist dadurch ordentlich gedämmt. Schritte koppeln jedoch direkt in die Decke ein und wandern weit durch das Gebäude.

Zwei Nebenwege werden dabei häufig übersehen. Gemeinsame Lüftungsschächte verbinden die Bäder mehrerer Wohnungen miteinander. Steigschächte tragen den Körperschall von Rohren weiter. Eine schalldämmende Schachtverkleidung und entkoppelte Rohrschellen halten beides in Grenzen.

Die Antwort ist der schwimmende Estrich. Dafür wird der alte Bodenaufbau bis auf die Rohdecke aufgenommen, die Fläche gereinigt und neu aufgebaut. In Wohnungen mit knapper Höhe übernimmt ein Trockenaufbau dieselbe Aufgabe mit weniger Millimetern. Wohnungstrennwände aus Beton sind im Luftschall meist unauffällig, während leichte Innenwände aus späteren Umbauten von einer Vorsatzschale profitieren.

Kosten mit ihrer Bezugsgröße

Maßnahme Preis Bezugsgröße
Vorsatzschale 38–65 €/m² Wandfläche
Ständerwand, doppelt beplankt, mit Dämmung 62–95 €/m² Wandfläche
Abgehängte Decke 55–90 €/m² Deckenfläche
Zementestrich 35–60 €/m² Bodenfläche
Trockenestrich 40–70 €/m² Bodenfläche
Trockenbau ohne Material, nur Lohn 55 % der Werte oben

Wand- und Deckenflächen sind nicht die Wohnfläche. Bei 2,50 Metern Raumhöhe fallen je Quadratmeter Wohnfläche rund 2,7 Quadratmeter Wand- und Deckenfläche an. Zwei Beispiele machen es greifbar. Eine Vorsatzschale an einer Wand von 5 Metern Länge und 2,50 Metern Höhe umfasst 12,5 Quadratmeter Wandfläche und kostet 475 bis 810 Euro. Dieselbe Fläche als neue doppelt beplankte Trennwand liegt bei 775 bis 1.190 Euro.

Soll die Oberfläche nach der Beplankung höherwertig gespachtelt werden, kommen für Q3 rund 12 Prozent hinzu. Die Ausführung selbst steht unter Trockenbau in Berlin, der Rahmen für eine ganze Wohnung unter Innenausbau.

Was wir davon ausführen

Wir planen den Schallschutz gemeinsam mit dem Grundriss, nicht danach. Beim Aufmaß halten wir fest, welche Wände an fremde Wohnungen grenzen, wie die Decken aufgebaut sind und wie viel Höhe der Boden hergibt. Daraus wird ein Aufbau je Bauteil, mit Wandstärke, Dämmstoffdicke und Anschlussdetail.

Ausgeführt werden Trennwände, Vorsatzschalen, abgehängte Decken und der gesamte Bodenaufbau von Wohnungssanierungen Berlin in einem Bauabschnitt. Weil Wand, Boden und Decke zusammen wirken, ist das die Reihenfolge, auf die es ankommt.

Rufen Sie mit Baujahr, Deckenart und der Wand an, die Sie stört. Sie erreichen uns Mo–Fr zwischen 7 und 18 Uhr unter 030 8268 9996. Oder Sie beschreiben die Situation über das Formular unten auf der Seite. Wir kommen zum Aufmaß und schlagen den Aufbau je Bauteil vor.

Trittschalldämmung unter dem Estrich in einer Berliner Wohnung

Häufige Fragen

Welche Werte verlangt die DIN 4109 zwischen zwei Wohnungen?

Für Wohnungstrennwände nennt sie 53 Dezibel bewertetes Schalldämm-Maß am Bau. Wohnungstrenndecken liegen bei 54 Dezibel im Luftschall. Der bewertete Norm-Trittschallpegel darf 50 Dezibel nicht überschreiten. Das sind Mindestanforderungen, keine Zielwerte für ruhiges Wohnen.

Was bedeutet der Strich in R'w?

Rw ohne Strich ist der Laborwert eines Bauteils, gemessen ohne Nebenwege. R'w mit Strich ist der Wert im fertigen Haus, mit Schallübertragung über die flankierenden Bauteile. Zwischen beiden liegen erfahrungsgemäß 2 bis 5 Dezibel. Ein Prospektwert von 60 Dezibel wird im Bau also nicht eins zu eins erreicht.

Was unterscheidet Luftschall und Trittschall?

Luftschall entsteht in der Luft, etwa durch Stimmen, Musik und Fernseher. Trittschall entsteht direkt im Bauteil, durch Schritte, Stühle und fallende Gegenstände. Luftschall wird über Masse und mehrschalige Aufbauten gedämmt. Trittschall wird über Entkopplung gelöst, also über weiche Schichten zwischen Belag und Rohdecke.

Was heißt erhöhter Schallschutz nach VDI 4100?

Die VDI 4100 beschreibt Schallschutzstufen über der Mindestanforderung. Die Stufe II zielt auf rund 56 Dezibel Luftschalldämmung und rund 46 Dezibel Trittschallpegel. Die Stufe III liegt bei etwa 59 und 39 Dezibel. Wer diesen Standard will, vereinbart ihn schriftlich im Bauvertrag, sonst gilt die Mindestanforderung.

Wie viel bringt eine Vorsatzschale vor einer Bestandswand?

Vor einer massiven Wand sind 8 bis 15 Dezibel Verbesserung erreichbar. Voraussetzung ist eine frei stehende Schale mit 40 bis 60 Millimetern Abstand und Mineralwolle im Hohlraum. Der Aufbau kostet 38 bis 65 Euro je Quadratmeter Wandfläche. Er baut je nach Ständerwerk 60 bis 100 Millimeter vor die alte Wand.

Was kostet eine Trennwand mit Schallschutz?

Eine doppelt beplankte Ständerwand mit Dämmung liegt bei 62 bis 95 Euro je Quadratmeter Wandfläche. Bezugsgröße ist die Wandfläche, also Länge mal Höhe. Eine Wand von 5 Metern Länge und 2,50 Metern Höhe ergibt 12,5 Quadratmeter. Daraus werden 775 bis 1.190 Euro für diese eine Wand.

Was ist eine Schallbrücke?

Eine starre Verbindung, die den Schall an der weichen Schicht vorbeiführt. Typisch sind Estrichnasen an der Wand, Mörtelreste unter der Dämmung, durchgeschraubte Vorsatzschalen und fest eingeputzte Rohre. Eine einzige Brücke kostet mehrere Dezibel der geplanten Wirkung. Deshalb wird der Randstreifen erst nach dem Belag abgeschnitten.

Wie laut ist eine Holzbalkendecke im Altbau?

Im Ausgangszustand liegt der Trittschallpegel erfahrungsgemäß bei 65 bis 75 Dezibel. Der Luftschall liegt meist zwischen 45 und 55 Dezibel, abhängig von der Schüttung zwischen den Balken. Mit gebundener Schüttung, Trittschallplatte und Trockenestrich sind deutliche Verbesserungen üblich. Was die Decke an Gewicht verträgt, bewertet der Statiker.

Warum ist in der Platte der Trittschall das Thema?

Betondecken mit 140 bis 180 Millimetern bringen Masse mit und dämmen den Luftschall gut. Schritte koppeln dagegen direkt in die Decke ein und laufen weit durch das Haus. Die Lösung ist der schwimmende Estrich auf Trittschalldämmung. Der alte Bodenaufbau wird dafür bis auf die Rohdecke aufgenommen.

Was bringt Trittschalldämmung unter dem Estrich?

Unter einem Nassestrich liegt das Trittschallverbesserungsmaß erfahrungsgemäß bei 26 bis 30 Dezibel. Ein Trockenaufbau mit Faserplatte erreicht 16 bis 24 Dezibel. Die Werte gelten für den Aufbau ohne jede starre Verbindung zu Wand und Rohdecke. Randdämmstreifen an allen Wänden, Zargen und Rohren gehören dazu.

Aufmaß in einer leerstehenden Berliner Altbauwohnung vor der Sanierung
Kostenlos und unverbindlich

Ihre Sanierung in Berlin

Beschreiben Sie kurz Ihre Wohnung und was gemacht werden soll, oder rufen Sie an. Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin nehmen wir Aufmaß und nennen Ihnen danach einen Festpreis — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

030 8268 9996

Mo–Fr 7–18 Uhr

Telefon oder E-Mail — eines von beiden genügt, damit wir uns bei Ihnen melden können.

Mit dem Absenden willigen Sie ein, dass wir Ihre Angaben zur Bearbeitung der Anfrage verwenden. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.