Sanieren in Teltow heißt meistens: der erste Zyklus ist erreicht
In Teltow steht eine ganze Stadthälfte gleichzeitig zur Auffrischung an. Zwischen Lichterfelder Allee, Striewitzweg und der Teltower Feldmark entstanden in wenigen Jahren Reihenhäuser, Doppelhäuser und kleine Wohnanlagen. Die ersten davon sind jetzt rund dreißig Jahre alt. Böden, Bäder, Türen und Oberflächen haben ihre Zeit hinter sich, die Substanz dagegen ist in Ordnung.
Das ist eine andere Aufgabe als im Altbau. Wir sanieren hier nicht gegen Feuchte, alte Balken oder fehlende Schutzleiter, sondern erneuern das, was benutzt wurde. Beauftragt werden wir mit einzelnen Gewerken ebenso wie mit der Kernsanierung, in Wohnungen, Häusern und Gewerbeflächen. Alles davon läuft über einen Vertrag, einen Zeitplan und einen Bauleiter, der beides führt.
Drei Ausgangslagen aus dem Teltower Bestand
Das Reihenhaus aus den späten 1990er Jahren
In Sigridshorst, im Schönower Kietz und in den Straßen zwischen Warthestraße und Oderstraße stehen Reihen- und Doppelhäuser mit 110 bis 150 Quadratmetern. Sie haben Stahlbetondecken, Fußbodenheizung im Erdgeschoss, ein Bad oben und ein Gäste-WC unten. Nach zwei Jahrzehnten Familienbetrieb sind Bodenbeläge, Innentüren und Sanitärobjekte durch. Der Auftrag lautet: Oberflächen komplett, Bad neu, Elektro ergänzen.
Das freistehende Haus der 2000er Jahre
An den Rändern Richtung Ruhlsdorf und in den jüngeren Abschnitten der Feldmark stehen freistehende Häuser mit größerer Fläche. Hier geht es seltener um Verschleiß und häufiger um veränderte Nutzung: Arbeitszimmer, offene Küche, Bad im Dachgeschoss. Öffnungen in nicht tragenden Wänden kosten 400 bis 900 Euro je Stück. Tragende Wände brauchen eine statische Berechnung.
Das Backsteinhaus im alten Ortskern
Rund um den Marktplatz, die Ritterstraße und die Alte Potsdamer Straße steht der ältere Teltower Bestand aus Ziegel, mit Holzbalkendecken und schmalen Treppen. Diese Häuser wechseln heute oft den Eigentümer. Sie brauchen neue Leitungen, neue Elektro und einen Bodenaufbau, der zur Balkenlage passt. Für Baujahre von 1919 bis 1948 rechnen wir mit acht Prozent Zuschlag, bis 1918 mit 15 Prozent.
Wie die Feldmark in wenigen Jahren bebaut wurde
Teltow war jahrhundertelang eine Ackerbürgerstadt mit Kirche, Markt und kleinteiliger Bebauung rings um den Kern. Der Teltowkanal brachte ab 1906 Industrie an das Wasser, später kamen Wohnblocks in Teltow-Süd dazu. Bis 1989 lag die Stadt unmittelbar an der Grenze, und die Felder im Norden blieben unbebaut.
Mit der Öffnung lag diese Fläche plötzlich in Sichtweite von Lichterfelde, mit Bauland, das es in Berlin nicht mehr gab. In den 1990er und 2000er Jahren entstanden dort komplette Wohnquartiere, weitgehend nach demselben Muster: massiver Rohbau, gefliestes Bad, Fußbodenheizung unten, Kunststofffenster. Weil sie in kurzer Zeit und mit ähnlichen Bauteilen entstanden, erreichen sie ihr Erneuerungsalter jetzt ebenfalls im Gleichschritt.
Der erste Zyklus: was neu wird und was liegen bleibt
Beim Rundgang zeigt sich schnell, was zwanzig Jahre Familienbetrieb gesehen hat und was nicht. Verbraucht ist, was täglich angefasst wird: Bodenbeläge, Wandflächen, Innentüren, Sanitärobjekte, Armaturen, Silikonfugen und Duschabtrennungen. Geschützt im Bauteil liegt dagegen, was noch lange hält: Leitungen unter Putz, Elektro in Leerrohren, Estrich und Fußbodenheizung.
Daraus ergibt sich der typische Teltower Auftrag. Fliesen und Böden kommen heraus, das Bad wird neu aufgebaut, Wände werden gespachtelt und gestrichen, Türen getauscht. Der Estrich bleibt liegen, die Fußbodenheizung bleibt in Betrieb, die Steigleitung bleibt in der Wand. Das spart Bauzeit und hält die Summe unten, weil weder Abbruch noch Entsorgung im großen Stil anfallen. Wo eine Leitung auffällig ist, prüfen wir sie einzeln und tauschen gezielt.
Was die Bausubstanz vor Ort vorgibt
Stahlbetondecke im Neubau, Holz im Ortskern
Stahlbetondecken nehmen jede übliche Belastung auf, auch schwere Formate und Natursteinplatten. Das erweitert die Auswahl im Bad und im Wohnbereich spürbar. Fliesen bis 30 mal 60 Zentimeter kosten 45 bis 75 Euro je Quadratmeter Verlegung, größere Formate entsprechend mehr. Im Ortskern gilt das nicht: dort entscheidet die Holzbalkendecke über den Aufbau.
Leitungen und Anschlüsse
Die Verteilung sitzt im Hauswirtschaftsraum oder im Anschlussraum unter der Treppe. Von dort laufen die Stränge senkrecht zu Bad und Gäste-WC, die meist übereinanderliegen. Das ist eine dankbare Anordnung, weil sich Objekte innerhalb des Raumes verschieben lassen. Wandert das Waschbecken an die Gegenseite, verlängern wir die Anbindung im Vorwandsystem.
Ein Fehlerstromschalter fürs ganze Haus
Die Installation der Bauzeit hat Schutzleiter und einen Fehlerstromschutzschalter, oft nur einen für das ganze Haus. Ergänzt werden heute Steckdosen, Datenleitungen, Außensteckdosen und getrennte Stromkreise. Einzelne Räume liegen bei 35 bis 70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Die Elektroinstallation vergeben wir an Partnerbetriebe, die im gemeinsamen Terminplan stehen und seit Jahren mit uns bauen.
Die Fußbodenheizung bleibt liegen
Hier liegt die eigentliche Feinarbeit im Teltower Neubau. Unter den Fliesen liegen Estrich und Fußbodenheizung, und beides bleibt liegen. Für eine bodengleiche Dusche bleiben dann wenige Zentimeter, die wir mit flachen Rinnen und einem Ablauf in der Wand lösen. Vor dem ersten Schnitt orten wir die Heizschleifen, damit kein Rohr getroffen wird.
Der Lüfter im Gäste-WC
In vielen Häusern hat das Bad im Obergeschoss ein Fenster, das Gäste-WC unten dagegen nicht. Dort sitzt ein Lüfter mit Leitung über Dach oder durch die Außenwand. Beim Umbau prüfen wir den Volumenstrom und erneuern das Gerät, weil die alten häufig laut und schwach geworden sind. In Wohnanlagen mit gemeinsamem Schacht stimmen wir das Gerät auf den Schacht ab.
Kunststofffenster aus der Bauzeit
Die Kunststofffenster der Bauzeit haben Zweifachverglasung und Beschläge, die nachgestellt werden können. Ein Tausch gegen Dreifachverglasung kostet 700 bis 1.400 Euro je Fenster im Standardmaß. Dieselbe Größe in Holz liegt bei 1.100 bis 2.200 Euro, in Holz-Aluminium bei 1.400 bis 2.600 Euro. In Eigentümergemeinschaften gehört der Fenstertausch zum Gemeinschaftseigentum und damit auf die Tagesordnung.
Oberflächen auffrischen, Bad neu aufbauen
Der häufigste Auftrag ist die vollständige Auffrischung der Oberflächen im bewohnten Haus. Gespachtelt wird bis Q3 und danach gestrichen, für 42 bis 70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, dazu kommt ein neuer Bodenbelag. Zweithäufig ist das Bad im Obergeschoss, das nach zwanzig Jahren komplett neu aufgebaut wird.
Danach folgen Innentüren, die gemeinsam mit Zargen getauscht werden, und das Öffnen der Küchenwand zum Essbereich. Fliesen, Maler, Stuck und Sanitär machen unsere eigenen Leute. Wenn das Dach berührt wird, kommt ein fester Partnerbetrieb dazu, der im selben Plan steht. Für Sie bleibt es ein Auftrag, eine Rechnung und eine Abnahme. Wer nur Oberflächen erneuern will, findet den Umfang unter Wohnungsrenovierung.
Was eine Sanierung in Teltow kostet
Die Zahlen in der Tabelle beruhen auf Erfahrung; sie gelten brutto, eingebaut und je Quadratmeter Wohnfläche, Stand September 2026. In der rechten Spalte steht der Wert nach dem Abschlag von zehn Prozent für Baujahre ab 1991.
| Umfang | Grundwert €/m² | Baujahr ab 1991 |
|---|---|---|
| Renovierung: Maler, Boden, Türen | 250–450 | 225–405 |
| Teilsanierung: ein Bad neu, dazu Maler und Boden | 500–900 | 450–810 |
| Komplettsanierung: alle Gewerke, Bad und Küche neu | 900–1.500 | 810–1.350 |
| Kernsanierung: zurück auf den Rohbau | 1.400–2.200 | im Ortskern ohne Abschlag |
Ein Reihenhaus mit 130 Quadratmetern liegt bei einer Teilsanierung damit bei rund 58.500 bis 105.300 Euro. Für den Vermietungsstandard gehen 15 Prozent ab, für gehobene Ausstattung kommen 30 Prozent dazu. Für das Backsteinhaus im Ortskern gelten die Zuschläge für das jeweilige Baujahr statt des Abschlags. Den Lohnanteil weisen wir getrennt aus, damit Sie ihn über Paragraf 35a EStG mit 20 Prozent ansetzen können, bis zur Jahresgrenze von 1.200 Euro.
Genehmigungen, Statik und die Gemeinschaft
Rechtlich gilt hier die Bauordnung des Landes Brandenburg. Für neue Oberflächen, Bäder, Leitungen und Türen bleibt es in der Regel verfahrensfrei. Anders wird es bei Anbauten, Gauben, neuen Öffnungen in der Außenwand und bei Nutzungsänderungen; zuständig ist dann die Bauaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark.
Jede Öffnung in einer tragenden Wand wird vorher gerechnet. Je Vorgang kostet das 500 bis 1.200 Euro, und der Nachweis trägt seine Unterschrift. Für 1,25 Meter Breite rechnen wir mit 2.500 bis 4.500 Euro; bei drei Metern sind es 4.000 bis 8.000 Euro. Viele Teltower Wohnanlagen und einige Reihenhauszeilen sind in Wohnungseigentum aufgeteilt. Dann gilt: Sondereigentum entscheiden Sie, Gemeinschaftseigentum beschließt die Versammlung.
Der Container steht auf dem Grundstück
Vor fast jedem Haus gibt es einen Stellplatz oder eine Einfahrt, und der Container steht deshalb meist auf dem eigenen Grundstück. Wir legen Bohlen unter und halten die Zufahrt für die Nachbarn frei. Sieben Kubikmeter Volumen kosten 350 bis 650 Euro; bei einer reinen Renovierung reicht häufig ein einziger Behälter.
In Reihenhauszeilen grenzt die Wand direkt an die Nachbarn, deshalb kündigen wir Stemmarbeiten und Kernbohrungen vorher an. Solche Arbeiten legen wir gebündelt auf wenige Tage, statt sie über Wochen zu verteilen. Im Haus schützen wir Treppe, Handlauf und Fußbodenheizungsverteiler, bevor die erste Fliese fällt. Gearbeitet wird werktags zu den üblichen Zeiten.
Erst das Aufmaß, dann der Bauzeitenplan
Zuerst kommen wir zum kostenlosen Termin und messen Raum für Raum auf. Sie zeigen uns, was bleiben soll, wir notieren Maße, Bauteile und Anschlüsse. Wenige Tage später liegt das Angebot mit Festpreis vor, nach Gewerken gegliedert, dazu ein Bauzeitenplan mit Tagen je Gewerk.
Drei bis acht Wochen vor dem Start beginnen Planung, Bestellung und Abstimmung. Bei 70 Quadratmetern sind das 5 bis 10 Arbeitstage; wird ein Bad mitgemacht, werden 3 bis 5 Wochen daraus. Sollen alle Gewerke durchlaufen, sind es bei 70 bis 90 Quadratmetern 6 bis 10 Wochen. Am letzten Tag sehen wir uns das Haus zusammen an, notieren Restarbeiten und geben die Nachweise für Elektro und Sanitär heraus.
Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen
Kleine Reparaturen und Notdienste liegen außerhalb unseres Zuschnitts, etwa eine tropfende Armatur oder ein klemmender Rollladen. Wir planen in Bauabschnitten und stellen dafür Kolonnen zusammen, nicht einzelne Stunden.
Wer nur eine Küche geplant haben will, ohne Bauleistung drumherum, geht damit ins Küchenstudio. Bleibt es außen bei Dach, Fassade und Gerüst, ohne Arbeiten im Haus, ist der Dachdecker der richtige Auftragnehmer. Asbest und künstliche Mineralfasern beseitigt ein Betrieb, der auch die Freimessung anbietet. Nachweise und Anträge zeichnet ein Architekt oder Tragwerksplaner; wir holen ihn dazu und stimmen uns mit ihm ab.
Einsatzgebiet: Teltow und die Nachbarn
Gebaut wird in ganz Teltow. In Sigridshorst, im Schönower Kietz, in der Teltower Feldmark und in den Straßen um Warthestraße und Oderstraße. Ebenso in Seehof, im Mühlendorf, in Teltow-Süd, am Striewitzweg, im alten Ortskern um den Marktplatz sowie in Ruhlsdorf und in den Gewerbelagen an der Potsdamer Straße.
Westlich liegt Kleinmachnow mit seinen Landhäusern auf großen Grundstücken, weiter westlich Potsdam mit Babelsberg und der Innenstadt. Über die Stadtgrenze hinweg arbeiten wir in Lichterfelde und in ganz Steglitz, dazu in Zehlendorf-Süd und im übrigen Zehlendorf. Südöstlich schließt Lichtenrade mit seinen Siedlungshäusern an. Die Wege sind kurz, unsere Leute fahren morgens gebündelt heraus und bleiben bis zum Feierabend im Haus. Den Weg dorthin zahlt niemand extra, er steckt im Festpreis.
Wo Sie tiefer einsteigen können
Wer die Summe für Wand- und Deckenflächen selbst überschlagen will, nutzt die Kennwerte für Malerarbeiten. Für Fliesen im Bad und im Wohnbereich stehen die Verlegepreise unter Fliesen verlegen. Welcher Belag zu welchem Raum passt, steht auf der Seite zu Bodenbelägen.
Wenn im Haus Wände versetzt oder Räume neu zugeschnitten werden, lohnt der Blick auf den Innenausbau. Und wer wissen möchte, welches Gewerk wann an der Reihe ist, findet das in der Reihenfolge der Gewerke.
So kommen Sie zum Termin
Wenn im Haus von 1998 das Bad, der Boden oder gleich alles auf einen neuen Stand soll, sehen wir es uns an. Unter 030 8268 9996 erreichen Sie uns von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr. Das Formular unten auf der Seite nimmt Baujahr, Fläche und Ihre Wunschzeit entgegen. Wir rufen zurück und stimmen den Aufmaßtermin ab.
